So herzlich zeigt sich die SPD

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Mit Mut machenden Worten und Lob für die sozialdemokratisch geführte Landesregierung in Rheinland-Pfalz haben sich die Bewerber für die SPD-Bundesspitze auf der Regionalkonferenz in Nieder-Olm präsentiert.

Doch bevor vor mehreren Hundert Teilnehmern über Themen wie Gerechtigkeit, den Klimawandel, die Grundrente, die Vermögensteuer und über die große Koalition im Bund diskutiert wurde, hatten die Teilnehmer in der Halle eine besondere Idee.

Sie sandten per Foto eine Botschaft an die an Brustkrebs erkrankte Interimsvorsitzende Manuela Schwesig. Auf Initiative Dreyers formten alle mit ihren Händen ein Herz. Das Foto sollte an Schwesig geschickt werden.

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Sie wünsche sich, dass von Nieder-Olm ein „ganz starkes Signal“ an Schwesig ausgehe, sagte Dreyer – „dass wir Manuela wirklich Kraft und Stärke schicken“.

Schwesig hatte eine Brustkrebserkrankung öffentlich gemacht und angekündigt, ihr Parteiamt auf Bundesebene niederzulegen. Sie bleibt aber Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern und SPD-Landeschefin. Die interimsmäßige SPD-Spitze bekleiden nun zunächst Dreyer und Thorsten Schäfer-Gümbel.

Letzterer wechselt zum 1. Oktober zur Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit. Dreyer sagte, es sei selbstverständlich, dass die im Trio begonnene Arbeit erst „zu zweit“ von ihr und Schäfer-Gümbel fortgeführt werde und dann „zu eint“ von ihr.

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Umverteilung

In Nieder-Olm war es die sechste Regionalkonferenz der SPD, die einzige in Rheinland-Pfalz. Nicht mit dabei war Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius und Einzelbewerber Karl-Heinz Brunner.

15 Kandidaten, sieben Duos und Brunner, wollen an die Spitze der Partei. Der Abschluss der Veranstaltungsreihe ist am 12. Oktober in München. Anschließend können die SPD-Mitglieder eine neue Führung wählen. Die Mitgliederbefragung ist Grundlage der formalen Wahl beim Bundesparteitag vom 6. bis 8. Dezember in Berlin.