Schminken für die Katastrophe – 1200 Beamte im Anti-Terror-Einsatz

Schminken für die Katastrophe – 1200 Beamte im Anti-Terror-Einsatz
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Bremen – Eine Katastrophe, die niemand erleben will!

Hauptbahnhof, Donnerstag 22 Uhr. Es knallt. Schwer bewaffnete Maskierte schießen wahllos auf Passanten. Ein Terror-Anschlag, es gibt Tote, Verletzte – 1200 Einsatzkräfte der Landes- und Bundespolizei trainierten unter dem Motto „Stoppt das Töten, rettet Leben!“ sechs Stunden lang, bis in den frühen Freitag, den Ernstfall.

Ein Beamter mit MPi im AnschlagFoto: Sandra Beckefeldt

Die Übung sah so echt aus, dass mancher Passant, trotz aufklärender Lautsprecherdurchsagen, geschockt das Weite suchte. Dr. Martin Kuhlmann, Präsident der Bundespolizeidirektion Hannover: „Ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg sind realitätsnahe Übungsszenarien.“

Dazu gehören auch täuschend echt inszenierte Opfer. In einem Zelt schminkten Bundeswehr-Sanitäter Polizeischüler. „Einmal Kopfwunde, bitte“, dann verpasste einer der Soldaten dem Statisten mit Knetmasse und Theaterblut eine klaffende Wunde an der Stirn. Auch offene Knochenbrüche und Schusswunden wurden imitiert.

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Polizeipräsident Lutz Müller (58): „Nach der Auswertung der Videodokumentationen versprechen wir uns auch wertvolle Erkenntnisse, um Maßnahmen noch schneller durchzuführen.“

Für Bremen gebe es keine konkrete Anschlagsgefahr, beruhigt Innensenator Ulrich Mäurer (68, SPD).

nbild