Grüne planen Stadtbahn – Bitte einsteigen!

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Hamburg – Ja ist denn heut‘ schon Wahlkampf? Das Thema Stadtbahn hatte die SPD im Jahr 2011 in Hamburg für beendet erklärt. Jetzt holen die Grünen das Projekt wieder aus der politischen Mottenkiste.

Im vorläufigen Regierungsprogramm der Öko-Partei heißt es wörtlich: „Die Infrastruktur wollen wir deutlich ausbauen, indem wir in U- und S-Bahn investieren, mit Expressbussen in die Offensive gehen und die Stadtbahn als wichtige Ergänzung in die Reihe unserer Verkehrsträger aufnehmen.“

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Martin Bill (37, Grüne) erklärt: „Das bedeutet nicht, dass wir den Ausbau der U5 stoppen wollen. Wir denken aber, der mit der SPD vorangetriebene Ausbau von U-Bahn, S-Bahn und Bussen wird nicht reichen.“

Abfahrt Richtung Niendorf Markt: Dieses Bild zeigt eine Straßenszene am Gänsemarkt 1976Foto: ullstein bild – Kujath

Die Stadtbahn wäre ein zusätzliches Angebot: „Wir wollen einen radikalen Ausbau des HVV. Bis 2030 sollen Menschen 30 Prozent aller Wege mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.“

Mögliche Kosten und Bauzeit habe man aber noch nicht durchgeplant.

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SPD-Fraktionschef Dirk Kienscherf (53) geht auf Konfrontationskurs: „Es ist zu kurz gedacht, frisch sanierte Straßen gleich wieder aufreißen zu wollen und sich davon Erfolge zu versprechen. Die Stadtbahn ist keine schnelle Lösung. Zumal man beim letzten Versuch grandios gescheitert ist.“

Katharina Fegebank (42) könnte die erste grüne Bürgermeisterin Hamburgs werden Katharina Fegebank (42) könnte die erste grüne Bürgermeisterin Hamburgs werdenFoto: dpa

Bliebe als Partner die CDU, die bereits mit der Rückkehr zur Straßenbahn (1978 in Hamburg abgeschafft) liebäugelte.

Spitzenkandidat Marcus Weinberg (52): „Wir werden keine flächendeckende Diskussion führen, aber in Altona ein Modellprojekt „Stadtbahn light“ für die Anbindung von Lurup, Osdorf und Bahrenfeld prüfen.“

★★★
… und das will Frau Block

Unternehmerin Christina Block Unternehmerin Christina BlockFoto: dpa

Hamburg – Die CDU serviert ihr Wahlkampf-Menü – und zwar mit Christina Block (46), Tochter von Steak-König Eugen Block (79).

Sie gehört zum Kompetenz-Team von Spitzenkandidat Marcus Weinberg (52). Beide präsentierten jetzt den Entwurf zur Wirtschafts-Stärkung, Ideen zur Infrastruktur.

► Ein Tunnel unter der Willy-Brandt-Straße soll City und HafenCity verbinden. Kosten? Zwischen 800 Mio. und 1,2 Milliarden.

► Die Hafen-Spange, Verbindung von A7 und A1 soll kommen, ein Tunnel die Köhlbrandbrücke ersetzen.

► Und: Reine Industriefläche und keine Wohnungen auf dem Kleinen Grasbrook.

Blocks Rolle? Sie: „In die Bürgerschaft möchte ich nicht.“ Offen, ob sie bei Wahlerfolg Wirtschaftssenatorin werden möchte.


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